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Imperialismus (von lat. imperare = beherrschen) versucht eine Epoche einzufangen, die für Europa Gold, Schätze, neue Länder, neue Pflanzen und viel Wohlstand bedeutete, für Indianer u.a. mehr als 500 Jahre Unterdrückung. Nun denn, auf geht's!
 

 

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Und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt. Mit ein paar Kanonen sind die Forts recht schnell erobert.
 

Ziel des Spieles ist die totale Weltbeherrschung. Aber bis man sich mit den anderen Großmächten anlegt, sollte man sein Imperium erst einmal ausbauen. Man hat seine fünf bis sechs Heimatprovinzen. Die gilt es zuerst auf der Suche nach Bodenschätzen zu erkunden. Nebenbei müssen Straßen verlegt, Felder und Viehzuchten aufgebaut, Schiffe gebaut, Arbeitskräfte rekruiert und Soldaten ausgerüstet werden. Findet man Bodenschätze, so muß man schleunigst ein Bergwerk bauen, sonst gehen einem schnell die Rohstoffe für den Straßen- & Schiffbau aus.

Ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Baustoffen gesichert, kann man ein Schiff in die große weite Welt aussenden. Bald stößt man auf unbekannte Gebiete, die neue Schätze (Gold, Diamanten) und Rohstoffe (Gewürze, Baumwolle,...) beherbergen. Um an diese ranzukommen, gibt es zwei Möglichkeiten: Die freundliche und die unfreundliche.

 

Die freundliche Variante

... besteht darin, den eingeborenen Völkern Schutz zu bieten, Gebiete mit Rohstoffen aufzukaufen und eine Infrarstruktur aufzubauen. Im Laufe des Spieles kommt man sich mit anderen Großmächten ins Gehege, denn diese sind selsbtverständlich auch auf die Rohstoffe scharf.

Die unfreundliche Variante

... besteht schlicht und ergreifend in "seek and destroy". Gerade zu Anfang hat man eine überlegene Militätmaschinerie und gewinnt leicht. So vergrößert man sein Territorium und kommt auch so an neue Rohstoffquellen. Nur leider machen das die anderen Großmächte auch und folglich kommt man sich mit denen auch so ins Gehege. Und um hier den Streß in Maßen zu halten braucht es:

 
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Freund, Feind, Neutral? - Mit geschickten diplomatischen Schachzügen bleibt man Herr der Lage.
 
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Straßen verlegen, Minen aufbauen, Nahrungsmittelversorgung sichern. - Mit der Infrarstruktur verbringt man einige Zeit.
 

Diplomatie

Mit einem geschickt gesponnen Geflecht von Bündnissen, Pakten und Waffenstillstandsabkommen hält man sich die anderen Großmächte so lange vom Hals, bis man selber mächtig genug ist, um sich mit ihnen anzulegen. Doch Vorsicht! Der Computer spielt die anderen Großmächte mit viel Gewitztheit, so daß es nicht leicht ist, sie gegeneinander auszuspielen. Am besten wartet man ab, bis eine der Großmächte in der Stärke deutlich zurückfällt und nimmt ihr dann im Handstreich erst die Kolonien und anschließend die Hauptprovinzen.

Um seine Überlegenheit auszubauen gilt es, den Forschungsbereich immer gut im Auge zu behalten. Neue Möglichkeiten des Rohstoffabbaus bedeuten immer auch neue Transportmöglichkeiten, bessere Schiffe und, vor allem, bessere Soldaten. Doch Forschung kostet gehörig Geld. hat man sich in den Kolonien erstmal die Gold-, Silber- und Edelsteinminen erschlossen, so fließt der Zaster reichlich. Auch mit Handel kann man sein Konto ganz gut aufstocken. Netter Nebeneffekt des Handels: Die Beziehungen zu den Ländern, mit denen man handelt, verbessern sich. Und das macht das schließen eines Paktes leichter.

Der Handel hat aber auch so seine Tücken. Verkauft man sein ganzes Holz ohne darauf zu achten, daß genug nachwächst, so muß man bald selber Holz auf dem Weltmarkt kaufen. Und das kostet.

   

 

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Auf in eine neue Welt!

- Mit Imperialismus II.

 

Sind genügend Rohstoffe vorhanden, so muß man sein Militär schleunigst auf Vordermann bringen. Die Gegner bauen ihren Apperat mit teilweise atemberaubender Geschwindigkeit aus. Und mit ein paar Pferden und Musketieren erobert man kein gesichertes Fort. Auch die Verteidigung will organisiert sein. Eine unbewachte Provinz ohne Soldaten ist schnell eingenommen. Und wenn gerade dort eine wichtige Goldmine lag, ist man rasch in den Miesen und die Bank macht Ärger.

 

Imperialismus II ist besser durchdacht als sein Vorgänger. Der Aufbau der Infrarstruktur muß, wie oben schon erwähnt, wohldurchdacht und zielgerichtet erfolgen. Dementsprechend verbringt man einen Großteil des Spieles mit Straßenlegen, Minen bauen und dem Aufstocken des Forschungsetats. Wer an so etwas Spaß hat und auch vor langen Spielsitzungen nicht zurückschreckt (Ein Spiel dauert auch in der leichtesten Spielstufe ca. 10 Stunden!), wird an Imperialismus II lange Freude haben. Wer eher auf Action aus ist, suche sich besser ein anderes Spiel.

 

Grafik
Idee
Sound & Musik
Spielspaß
Performance
Gesamtwertung

Redaktion:

Kai Surendorf