Cyberlore
Majesty-Logo
MicroProse
Den neuen Quest für Majesty: "Wrath Of Kroml" gibt es hier:
2,92MB
 
Mindest-Systemanforderungen
PROZESSOR
PowerMac 233 MHz
RAM
48 MB + 48 MB virtuell
CD-ROM
-
FESTPLATTE
314 MB
SYSTEM
OS 8.6 oder OS X in "Classic"
SONSTIGES
Game Sprockets 1.7.5
Empfohlene Systemanforderungen
PROZESSOR
PowerMac 350 MHz
RAM
64 MB + 32 MB virtuell
CD-ROM
4fach-CD-ROM
FESTPLATTE
366 MB
SYSTEM
OS 8.6 oder OS X in "Classic"
SONSTIGES
Game Sprockets 1.7.5

 

Wir schreiben das Jahr 1600. Ein König, ein Reich ist das Motto ihres unterwürfigen Volkes. Doch wie regiert man denn nun am besten, um sein Reich vor wilden Bären und fiesen Magiern zu beschützen? Am besten, man schickt ein Heer blutjunger Helden in den Kampf gegen Neid, Eifersucht und dem Bösen an sich. Majesty verkörpert Rollenspiel und Strategie in einem.

 

Gameplay

Endlich mal ein Spiel für die kleineren Computer. Wie gut für mich. Endlich mal konnte ich alles aus meinem Rechner herausholen....denkste! Die Auflösung wird bei jedem Start auf 800x600 gesetzt. Dagegen kann man gar nichts machen,noch nicht einmal im internen Menu des Spiels findet sich ein Punkt zum auswählen der Auflösung. Genauso wenig kann man im Menu die Soundqualität, noch die grafische Qualität einstellen. Das Spiel selber besteht aus vorgerenderten, zweidimensionalen Objekten. Bis auf die Figuren, die allerdings nicht gerade sehr komplex aufgebaut sind. Trotzdem fing das Spiel auf meinem Powermac 300 MHz an zu ruckeln. Meine Vodoo 3000 wurde gar nicht erst akzeptiert und somit musste ich mich mit teilweise ruckeligem Scrolling begnügen. Schade eigentlich, da ich die Mindestvorraussetzungen mit meinem Rechner tadellos erfülle.

 
Maj_Pic1
Die liebevoll gezeichneten Gebäude sind bis ins Detail ausgearbeitet. Ein guter König sorgt sich eben um sein Volk!

Neuartig dagegen ist jedoch die Idee des passiven Rollenspiels. Anstatt in die Rolle eines Helden wie z.B. dem Bogenschützen, einem Magier oder einem Dieb zu schlüpfen, hat man die Aufgabe, diese Wesen zu bauen und sie in einem der 15 Abenteuer gegen böse Dämonen und wilde Tiere antreten zu lassen. Dabei aggieren sie völlig selbstständig und steigen wie in einem richtigen Rollenspiel auch stufenweise auf, indem sie kämpferische Erfahrungen sammeln. Damit diese kleinen Helden aber auch so effektiv wie möglich arbeiten können, müssen sie als Spielleiter alle möglichen Gebäude zur Unterstütung der selbigen bauen. So kann sich ein Magier auf dem Marktplatz neue Heiltränke besorgen oder sich der Krieger beim Schmied neue Waffen.

Genau hier kommt man schnell an die Grenzen des Spiels. Zwar hat man eine Menge verschiedener Gebäude zur Vergrößerung des Reiches zur Auswahl, jedoch hat man diese schnell gebaut und auch auf die höchste Entwicklungsstufe gebracht. (Maximaler Anstieg sind 3 Level). Nur ein paar Gebäude lassen sich aufrüsten, nicht aber sehr weit. Und gerade darin liegt anfänglich der Reiz des Spiels. Neue Gebäude zu entdecken und sie auszubauen. Schnell schwindet damit der Spaß. Und natürlich auch der Spieltrieb.

Man hat die Wahl zwischen einem freien Spiel, wobei man zwischen dem Kampf gegen einen Computergegner, oder einem Netzwerkspiel wählen kann. Oder aber man wählt ein Missionsspiel. Hier liegen einem 15 frei wählbare Missionen vor, gegliedert in 3 Schwierigkeitsstufen. So muss man z.B die Hütte eines wildgewordenen Magiers niederbrezeln, oder aber die von einem schleimigen Monster versklavten Untertanen befreien und die Sklavengruben des Todes zerstöhren. Alle Missionen werden durch eine kleine, vorgelesene Story vorgestellt. Leider stehen die Missionen nicht in Zusammenhang miteinander, so dass sich auch kein Gefühl für die Entwicklung des eigenen Reiches entwickeln kann.

Ein freies Spiel gestaltet sich hier aber recht öde. Denn man hat weder einen anderen Computergegner als König eines anderen Reiches vor sich, noch kann man zwischen verschiedenen Völkern wählen. Zwar kann man ein paar Einstellungen vornehmen, diese beschränken sich aber auf die Wahl der Gegnerischen Kreaturen und auf die Landschaft, in der man Spielt. Hinzu kann man die Start und Endbedinungen festlegen. Und hat man sich erst etwas eingespielt und sein Königreich nach oben gearbeitet, schwindet der Spielespaß, da man ja nur 64 MB und keine 128 MB RAM besitzt. Da hilft dann auch kein virtueller Speicher mehr.

 
Maj_Pic2
Schatz, stell' mal die Kekse auf den Tisch. Wir haben Besuch....rate mal wer auf der Speisekarte steht!!!
 

Grafik&Sound

Was will man groß sagen? Das Spiel präsentiert sich mit schön vorgerenderten Gebäuden und liebevoll animierten Figuren. Leider aber fängt selbst bei diesem minimalen Grafikangebot mein Rechner an zu ruckeln. Noch nicht einmal meine Vodoo 3000 Grafikkarte wird unterstützt. Hinzu kommt, dass man via Spielmenu weder eine Grafikbeschleunigung auswählen, noch die grafische Qualität runtersetzen kann. (natürlich, es gibt ja gar keine aktuell gerenderte Grafik). Doch man kann weder einen Kameramodus auswählen, noch kann man die Sicht drehen. Schade, hier gibt es wenig Punkte.

Jeder Held spricht und murmelt im Laufe seines Lebens eine Menge wildes Zeug. So grummelt ein Magier ein rauhes: "Endurraseck" in die Luft, bevor er seinen Gegner mit einer Feuerkugel in dasLand der unbekannten Elfen schickt, oder der Dieb nur ein: "You won't get my Gold" übrig hat wenn er stirbt. Leider aber sind das auch schon alle Sounds. (Zusammen mit denen der Gebäude und Gegner)Eine Musik gibt es nicht, da die Programierer davon ausgingen, dass man sich selber eine Musik CD einlegt. Darum braucht man auch die original CD nicht im Laufwerk haben, was den Copierfaktor erheblich erleichtert. Schade eigentlich, denn das Thema Mittelalter gäbe einiges an guter Musik her. So bleibt die Musik aus und leider auch die Punkte.
 

Systemanforderungen

Naja, auch wenn das Spiel auf den ersten Blick sehr Computerfreundlich entwickelt wurde und ich eine geballte Rechenpower mit Grafikbeschleunigung entgegensetze, braucht es dennoch mindestens einen G3, damit man endgültig flüssig spielen kann. Aber auch so kam ich zu einer Menge Spielspaß. Schließlich fällt die Musik und aufwendige Effekte weg. Ein CD Laufwerk ist auch nicht nötig, da alles auf die Festplatte installiert wird. Will man aber im Netzwerk spielen, dann sind 128 MB RAM eine Mindestvorraussetzung. Ein bisschen zu viel für unseren Geschmack, denn mit Descent 3 oder Oni kann man Majesty schließlich nicht vergleichen. Eben eine typische PC-Mac Umestzung. Die selbe Auflösung, der selbe RAM Bedarf. Eben PC-Like, ganz wie im Mittelalter.

 

Netzwerk

Majesty läßt sich sowohl über LAN, wie auch über das Internet spielen. Laut Cyberlore braucht man für ein Internetspiel nur ein 28.8 Modem. Wir surften jedoch mit einem 33.6 Modem nicht gerade sehr schnell durch fremde Königreiche. Doch schon allein das Netzwerkspiel brachte wieder neue Freude. Wann hat man schon die Gelegenheit, seinen Magier auf Stufe 15 zu bringen, nur damit der Nachbar schreiend das Zimmer verläßt, um vor dem nächsten Spiel nochmal einen zu kippen. Doch bei 2 Spielern hat das ganze Netzwerkspiel schon seine Grenzen erreicht. Für eine abendfüllende Netzwerknacht ist dieses Spiel darum nicht geeignet.

 
Maj_Pic3

Das neue Schloss

-zum Einzug bereit!-

Wenn die Missionen einmal alle durchgespielt sind, bekommt man Lust auf mehr. Kein Problem, denn auf http://www.majestyquest.com kann man sich hausgemachte Levels herunterladen. Eine schöne Idee finden wir und preisen somit die Netzwerktauglichkeit des Spiels. Doch man sollte den frischgebackenen Leveldesignern ein wenig Zeit lassen. Bis jetzt gibt es nur eine einzige Mission für den Mac. Doch früh übt sich, wer Geduldig sein will. (Die Mission steht oben zum Download zur Verfügung)
 
Fehler

Meine Lieblingsabteilung, wenn man manchmal auch vergebens nach Fehlern sucht. Vielleicht folgendes...Majesty läßt sich nicht in einer anderen Auflösung als 800x600 spielen. Wer also einen älteren Monitor besitzt wie z.B. eine dieser kleinen Glaskugeln von Apple, kann das Spiel getrost vergessen.

Hat man alle Erweiterungen für sein Modem installiert, so versucht sich das Spiel zuerst ins Internet einzuwählen, was natürlich sehr ärgerlich ist. Bricht man den Einwahlvorgang ab, so wird der Mauszeiger nicht mehr verdeckt. D.H. man sieht den Spielezeiger und den altbekannten aus der Benutzeroberfläche. Man kann dies beheben, indem man nochmals das Intromovie startet. (Einfach durch wiederholtes Klicken abbrechen!)

Der Einwahlfehler wird mitunter durch das Update behoben. Dieses Update kann direkt über unsere Demos&Updates Abteilung gezogen werden.

Wegen zu wenig fest eingebautem RAM (nur 64 MB) kommt es bei größeren Spielen zu abstürzen. Gerade dann nämlich, wenn das Reich etwa 20 Gebäude besitzt. Auch wenn ich dem Spiel unter virtuellem Speicher 120 MB zuteile, kann ich einen Absturz nicht vermeiden. (Anmerkung: Neulich zeigte sich dieser Absturz nicht mehr. Vermutlich liegt dies an einigen unkompatiblen Systemerweiterungen. Eventuell ist auch ein zu geringer Speicher dafür verantwortlich gewesen)

 
Die Elfen trifft man nur auf freier Wildbahn. Hoffentlich sind sie freundlich gesinnt.
 

Wolf

Pro Contra
Extra Missionen
Ideenreiche Heldenvielfalt
Keine CD nötig
Witzige Sprüche, gute Sounds
Keine Musik
Hoher RAM Bedarf
Keine unterstützung der Grafikkarten
Ruckelig trotz minimaler Grafik
Spielspaß läßt schnell nach
goblin
 
Grafik
Sound
Idee
Spielspaß
Performance
Gesamtwertung

Redaktion:

Philipp Stumpp