Eine Welt, in der Träume nie sterben.
 

Mit Morpheus ist wieder einmal ein Adventure erschienen, welches sowohl durch Storyline als auch durch die grafische Umsetzung zu überzeugen vermag.

Auf der Suche nach seinem in der Arktis verschollenen Vater entdeckt man, selber dem Kältetod nahe, ein im Eis eingeschlossenes Schiff. Dies scheint die einzige Rettung zu sein. Als man es besteigt, machen sich die ersten unheimlichen Ereignisse bemerkbar. Ein Mann, der sich über der Ladelucke erhängt, erscheint schimmernd in der Luft. Spannung liegt in der Luft. Das Schiff ist belebt und doch irgendwie nicht. Willkommen in der Welt von Morpheus.

 
Wie mögen diese Geräte wohl funktionieren?
 
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Einige Botschaften sind zuerst wirr, erschließen sich jedoch im Verlaufe des Spieles.
  Erstes Ziel muß es nun sein, in das Schiff hineinzukommen und wieder für Wärme zu sorgen. Es ist kalt in der Nähe des Nordpols. Ins Schiff kommt man makabrerweise auf der Spur des Toten, den man anschließend in natura auf dem Boden unter der Luke findet. Neben ihm ein rätselhafte Abschiedsbrief, der einem klar werden läßt, daß sich auf dem Schiff keine lebenden Passagiere mehr befinden. Auch wird einem schnell bewußt, daß das Schiff schon seit rund fünfzig Jahren hier liegen muß. Und daß man viele Rätsel wird lösen müssen, liegt spätestens dann auf der Hand, wenn man einer der vielen Erscheinungen der ehemaligen Passagiere erschreckt wurde.
 
In den Träumen der Fremden
Nach einer ersten oberflächlichen Untersuchung, steht fest: Alle Passagiere standen in irgendeiner persönlichen Beziehung zueinander ohne sich dessen bewußt gewesen zu sein. Bis auf eine Person: Jan. Ein verrückter Forscher, dessen Kindheit nicht gerade glücklich verlief. Der jetzt besessen war, sich sein Glück mit Gewalt zu holen. Aber wie man den Erscheinungen auch entnehmen kann, dieses Glück wohl nicht in der Realität zu finden hoffen durfte. Sein Ausweg war eine Welt des Traumes. Und irgendetwas muß dabei schief gelaufen sein, denn die Inhalte der Träume der Passagiere sind auf dem Schiff nur allzu gegenwärtig. Öffnen sollte man so gut wie alles was sich finden läßt...
Öffnen sollte man so gut wie alles was sich finden läßt...
 
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In einem anderen Traum, in einer anderen Welt.
 

Was tun? Nach weiterem Rumsuchen stößt man auf sechs komische Apparate, in denen sich die Körper der als Geister die ganze Zeit auftauchende Passagiere befinden. Irgendwie muß man da reinkommen, denn in den Träumen scheint die Lösung zu liegen. Hat man den Weg gefunden, wie man in die einzelnen Träume, im wahrsten Sinne des Wortes, hineinkommt, so betritt man die Träume der Toten. Ein irrwitziges Unterfangen, denn die Träume sind nun wirklich nicht auf die Grenzen der Realität beschränkt.

 
 

Fazit

Die Rätsel in den Träumen sind beizeiten harte Nüsse. Genau das richtige für lange Nächte. Morpheus ist ein ausgeklügeltes Spiel, die Grafik und Animationen sind gut gelungen, auch wenn sie an das Niveau von Myst oder gar Riven selbstverständlich nicht heranreichen.
Ein Schönheitsfehler ist mir beim Spielen aber arg aufgestoßen: Die Filme flimmern auf meinem Rechner ziemlich schlimm, was aber auch an den Treibern meiner VillageTronic Grafikkarte liegen kann. Aber ansonsten ist Morpheus ein anspruchsvolles Adventure mit gelungenen Rätseln und einer doch recht abgefahrenen Story.

 
Grafik
Sound
Idee
Spielspaß
Performance
Gesamtwertung

Redaktion:

Kai Surendorf