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  Wie sollte es anders sein: Zwischen den Galaxien ist mal wieder die Hölle los. Diesmal bekriegt sich die Menscheit mit den Zerg (Aliens, schleimig, fies) und den Protoss (auch Aliens, nicht so schleimig und nicht so fies). Command & Conquer im Weltraum also...  

Die ersten zehn der dreissig Missionen spielt man auf Seiten der Menschheit. Die ersten Missionen sind noch recht soft. Man zieht sein Basislager hoch, baut seine Truppen aus und versucht, die Zerg platt zu machen. Dabei lernt man, mit seinen Truppen und vor allem den erreichbaren Rohstoffen sorgsam umzugehen. Sind die Kristalle und das "Vespene Gas" erschöpft, gibt's auch keinen Nachschub an Truppen mehr. Besonders neckisch sind die "Ghosts": Spezialeinheiten, die sich quasi unsichtbar machen können, um sich in das gegnerische Lager einzuschleichen. Dort angekommen, können sie eine "Nuclear Missile" lancieren, die, der Name deutet es an, auch prompt eine enorme Sprengkraft entfaltet. (Und wenn der Ghost nicht zusieht, dass er wegkommt, hat er ein Problem.) Wer diese (hinterhältige) Methode nicht mag, kann aber auch ganz banal ein großes Panzerbataillon in die Schlacht schicken.  
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Mit einem gezielten Luftangriff bringt man den Gegner ins Schleudern.
     
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Zwischen den einzelnen Missionen eingestreute Filmchen spinnen die Handlung weiter und vermitteln einiges an Atmosphäre.
 

Die andere Seite der Medaille: Die Zerg

Hat man alle "menschlichen" Missionen erfolgreich absolviert, was nicht allzu schwer ist, wechselt man die Seiten und übernimmt das Kommando über die Zerg. Die Truppen der Zerg haben ganz andere Qualitäten. Neben den gewöhnlichen Zerglingen, die Hunde gleich einfach lästig sind, ohne großen Schaden anzurichten, kommt mit der Zerg Queen eine recht perfide Waffe zum Einsatz. Sie ist in der Lage, menschliche Basen zu infizieren und dann die feindlichen Truppen gegeneinander auszuspielen. Auch haben die Zerg-Truppen den Vorteil, sich mit der Zeit selber zu regenerieren. Siedeln können die Zerg nur auf ihrem eigenen schleimigen Untergrund, so dass der Flexibilität der Gebäude enge Grenzen gesetzt sind.

Hat man dann die Zerg erfolgreich zur Herrschaft gebracht, was ebenfalls zehn Missionen umfasst, wechselt man wieder die Seiten.

     

Der dritte Weg: Die Protoss

Nun sieht es so aus, als hätten die Zerg gewonnen. Ergo muss man jetzt das Kommando über die Protoss übernehmen, um die Zerg an der Herrschaft zu hindern.

Auch die Protoss haben ihre Eigenheiten. Neben der enormen Schlagkraft ihrer Waffen sind sie streng hierarchisch organisiert und ihre Technik wohl am höchsten entwickelt. Hauptziel der Protoss-Aktivitäten ist die Rückeroberung ihres von den Zerg eingenommenen Heimatplaneten. Nebenbei werden sie noch von internen Streitigkeiten in Atem gehalten, so dass sich auch mal munter Protoss mit Protoss prügelt.

Die Protoss-Missionen sind die mit Abstand am ausgeklügelsten und schwierigsten des ganzen Spieles. Aber mit etwas Geschick sind auch sie zu meistern.

 
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Ist man erstmal im Lager des Feindes, so bombt es sich ganz ungeniert!
     

Klar, Starcraft ist als C&C - Clone kein Innovationsstreich. Aber: Es ist sauber für den Mac umgesetzt worden. Ausserdem sorgt der Wechsel der Seiten für wachsende Spielfreunde. Man ist halt gespannt, was für neue Waffen auf einen warten und wie man die am Besten einsetzt.

Die zusätzlichen Optionen, sich mit "Star Edit" eigene Landkarten bis ins kleinest Detail zu basteln, oder über das Netz via Battle Net mit anderen Leuten zu spielen, dürften für langfristige Motivation sorgen.

Für Strategiefans ein Muss, alle anderen sollten es sich mal anschauen.

 
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Und wer nach den rund dreißig Missionen immer noch nicht genug hat, baut sich mit "Star Edit" seine eigenen Schlachtfelder.
     
Grafik
Idee
Spielspaß
Gesamtwertung

Redaktion:

Kai Surendorf