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Wer
kennt sie nicht, die 5 irrwitzigen Aliens aus der bekannten Comicserie
Ein Heim für Aliens von Pro 7? Mit diesem Comicadventure
hat man jetzt die Möglichkeit, ihr Abenteuer selbst in die Hand zu
nehmen. Zum bereits erschienenen Adventure Monkey Island bietet
jetzt Xilam eine echte Konkurrenz an. Und wer die Franzosen kennt, der
weiß auch um ihre Liebe zum guter Grafik.
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| System | ||||
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Stupid
Invaders befindet sich auf 4 geballten CDs, randvoll mit Material aus
der PC Welt. Darum scheint es auch nicht verwunderlich, dass die Installation
etwas länger dauert als üblich. Doch wie viel Mühe haben
sich die Mac-Übersetzer gegeben? Schon am Installer überkommt
einem das unbehagliche Gefühl, dass hier etwas übersehen wurde,
denn er ist noch vollständig in der französischen Sprache verfasst.
Doch sieht man einmal davon ab, so hat man die Wahl zwischen 4 verschiedenen
Untertiteln, da sich das Spiel nur in englischer Sprache spielen und mit
Hilfe von französisch, italienisch, englisch oder deutschem Untertitel
auch verstehen lässt. Zur Wahl stehen
2 Installationsvarianten. Eine sinnvolle von knapp 350 MB, eine gut zu
verkraftende Summe, und eine recht sinnlose. Bei dieser Variante lassen
sich alle 4 CDs auf die Festplatte packen, wodurch man sich das CD wechseln
ersparen kann. Vorausgesetzt man hat die 5 GB frei. An dieser
Stelle sollte erwähnt werden, dass auch beim Untertitel an der Macversion
geschlampt wurde. So kommt es bei den deutschen Untertiteln immer wieder
zu abstürzen des Programms, was sich leider nicht verhindern lässt,
es sei denn, man installiert das Spiel parallel auch mit englischen Untertitel,
sichert vor dem Absturz ab und spielt mit dem englischen weiter, speichert
wieder und macht mit dem deutschen weiter. Stupid Invaders basiert auf vorgezeichneten Hintergrundbildern, wodurch der Rechner keine Grafikkarte braucht um gespielt zu werden und somit auch ein kleiner Rechner zum Spielknüller werden kann. Es sei denn er kann die großen Zwischenfilme flüssig abspiele, die allesamt größer als 640x480 sind. |
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| Performance | ||||
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Wie
schon angesprochen hat das Spiel mit den deutschen Untertiteln Probleme,
was zu einem selbst herbeigeführtem Beenden des Spiels führt.
Die einzige Möglichkeit besteht darin, alle gefährdeten Stellen
mit dem englischen Untertitel zu überspielen, was wiederum zwei Installationen
des Programms benötigt. Sonst aber zeigte sich das Spiel sehr stabil,
obgleich die Zwischensequenzen recht groß und etwas mehr Rechenleistung
brauchten, um richtig abgespielt werden zu können. Doch in diesem
Spiel kann man sich auch auf größere Spielfasen einstellen. Wer mit den
deutschen Untertiteln spielt dem wird bald auffallen, dass dieser nicht
zu hundert Prozent übersetzt wurde. So zeigen sich immer wieder englische,
französische und teilweise auch gar keine Untertitel, die lediglich
die Originalmessage der an den Rechner geschickten Meldungen beinhalten.
Auch hier zeigt sich wieder die unsaubere Übersetzung des Spiels.
Etwas mehr Enthusiasmus beim kontrollieren der mit Fehlern behafteten
Stellen hätte sicherlich gut getan. Als kleinste Rechnergröße wird ein G3 mit 300 MHZ empfohlen, in der Redaktion wurde Stupid Invaders jedoch auch erfolgreich mit einem 603e Prozessor mit 300 MHZ getestet. Das Spiel selber war einwandfrei spielbar, lediglich der Sound bei den leicht ruckeligen Filmen war schneller als die Videospur. Mit einem G3er sollte man aber ohne Probleme durchkommen. |
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| Gameplay |
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Das Menu des
Spiels hat uns in der Redaktion teilweise enttäuscht, andererseits
ist es auch kinderleicht zu bedienen, wie eigentlich das ganze Spiel auch. Die Einstellungen
beschränken sich lediglich auf die Lautstärkeregelung, dem An-
und Ausschalten der Untertitel und der Farbeinstellungen, bei denen der
Spieler die Möglichkeit zwischen 32000 und 16 Millionen zu unterscheiden.
Abgesehen davon, dass der Sound auf Sprache, Musik und Effekten besteht,
ist nur eine Lautstärkeregelung ein doch recht mageres Ergebnis.
Aber wie schon gesagt ist die Bedienung des Menus und der Umgang mit dem
Spiel selber ein echtes Kinderspiel. Was bei Monkey Island oder Indiana Jones noch aus einer Menuleiste bestand, unter welcher der Spieler Auswahlmöglichkeiten zwischen 'nehme' und 'drücke' hat, dass besteht bei Stupid Invaders lediglich aus dem Mauszeiger, der sich je nach Benutzungsmöglichkeiten verändert. Und diese beschränken sich auf 'reden', 'nehmen' und 'benutzen'. |
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Schnell wird
dem Spieler auffallen, wie wenig Gegenstände es doch in jedem Level
gibt. Tatsächlich aber besteht der Clou zum Lösen der Rätsel
nicht darin, diese zu kombinieren, sondern darin diverse Gegenstände
oder Objekte zu finden, was sich teilweise als recht ärgerlich erwies.
So brauchte ich manchmal Stunden, um ein kleines Teil in der Wand zu finden,
was sich auf Pixelgröße beschränkte und ohne dessen Auffindung
leider das Spiel nicht weiterging. Ein anderes Problem lag wohl darin
begraben, dass wir es hier mit einem Comic zu tun haben, die Kombination
verschiedener Sachen also nicht gerade, sagen wir mal auf der hand liegen.
So würde wohl kaum einer darauf kommen, dass man eine Unterhose als
Lasso verwenden, oder einen Kugelfisch als mörderisches Instrument. Vermutlich lag es an der Tatsache, dass man mehrere Dinge öfters als nur einmal anklicken musste. So braucht man doch tatsächlich 10 Versuche, um endlich die blöde Riesenmücke zum Abflug zu überreden. Wer kann schon ahnen, dass man Fehlschlägen nicht trauen darf. |
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Es wird geraten,
so oft wie möglich abzuspeichern, da man an den unmöglichsten
Stellen sterben kann. Und mit unmöglich meine ich nicht die Tatsache,
dass man einen Griff ins Säurebad wirklich nicht überleben kann,
sondern das man nur in den falschen Raum treten muss, um das zeitliche
zu segnen. Aus diesem Grund haben die Entwickler auch darauf geachtet,
diese Funktion so gut wie möglich ins Spielgeschehen mit einzubauen.
So hat man ein Spiel via Tastendruck blitzschnell gespeichert und geladen.
Jedes Spiel wird dabei mit großen Bild und einer kleinen Beschreibung
der Örtlichkeiten angezeigt, was die Übersichtlichkeit über
jeden Speicherpunkt behält. Auch hier wurden die Beschreibungen teilweise
nicht übersetzt. Doch das stört wohl kaum einen. Was das Spiel
so einzigartig macht ist seine durchgehende Story, die mit einem langen
Comic-Intro beginnt und durch zahlreicheZwischensequenzen
abgerundet wird. Insgesamt liegen dem Spiel eine Stunde Film vor, die
es qualitativ mit jeder Comicserie des Fernsehens aufnehmen kann. Eventuell sollte man anmerken, dass die Dialoge und gezeigten Szenen teilweise nicht immer für die Ohren von Kindern geeignet sind, da hier und da auch Wörter wie Hure , Tittchen fallen und ab und zu auch mal gevögelt wird. Natürlich aber nur in bester Comicmanier. |
| Grafik |
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Nicht
umsonst wird die Grafik bei diesem Spiel in fast allen Presseberichten
mit voller Punktzahl bewertet. Auch wir waren durch und durch erstaunt
über die zahlreichen (über 500!) von Hand gezeichneten Hintergrundbildern,
die teilweise surreale und perspektivisch sehr interessante Bildnisse
in reinster Comicmanier zeigen. Doch nicht nur das, jedes Bild wurde mit
so viel Liebe gestaltet, das sie von Details nur so strotzen. So kann
man sich auf Räumen freuen, bei denen man hunderte von Nägeln
oder Nieten an den von Rost leicht zerfressenden Metallplattenwänden
ausmachen kann, oder auf riesige Wasserbecken, große Wüstenlandschaften
und atemberaubende Fabrikhallen. Jeder zu benutzende Gegenstand wurde für das Inventar als kleine Grafik neu gezeichnet, damit der Spieler auch erkennen kann um was es sich hier handelt. Lediglich beim einsetzen des Gegenstandes zeigt sich, ob es auch so benutzt wird wie man es sich vorgestellt hat. (Ich verweise an diesem Punkt wieder auf die Unterhose, die gegen später als Lasso eingesetzt wird, so lang wie ein Feuerwehrschlauch!) |
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| Der Spieler steuert abwechselnd einen der fünf Aliens durch die Weltgeschichte, wobei die Handlung von den zahlreichen Zwischensequenzen abgerundet wird. Diese Zwischensequenzen liefern dem Spieler über eine Stunde Film in bester Comicqualität, der es mit jedem Fernsehcartoon aufnehmen kann. Alles in allem also ein grafischer Hochgenuss, bei dem sich der Spieler in jedem Raum auf ein neues, toll gezeichnetes Hintergrundbild freuen kann. |
| Sound
& Musik |
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Jedes
Comic baut auf guter Musik auf. Stupid Invaders zeigt zwar nicht gerade
eine komplexe Musik, die sie teilweise aus nur zwei bis drei Instrumenten
besteht, dafür aber liefert sie eine ganze Fülle von verschiedenen
Genres. Beginnend mit leichter Jazzmusik über Hippiegedudel bis hin
zu aufregender Actionmusik. Leider aber kann es vorkommen, dass die Musik
sich von Raum zu Raum ändert, sie also teilweise nur in Stückchen
zu hören ist, was im weiteren Spielverlauf auch mal als Störend
zu empfinden ist. Somit lässt sich sagen, dass die Musik zwar recht
leicht und unterhaltend wirkt, nicht gerade aber sehr Qualitätsvoll
ist. So richtige Ohrwürmer waren nicht dabei und besonders im Gedächtnis
bleibt sie auch nicht. Soundtechnisch liefert dieses Spiel eine Menge, auch wenn man beachten muss, dass es sich hier um ein Comic, darum also teilweise um nicht gerade sehr realistische Sounds handelt. Doch die Techniker haben sich alle Mühe gegeben und liefern zu jedem Gegenstand den passenden Sound. |
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| Fazit |
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Xilam
liefert mit Stupid Invaders einen echten Konkurrenten zu Monkey Island,
auch wenn es keinen dauerhaften Flair ausstrahlen kann und somit sicherlich
ein Spiel ist, dass man nicht öfters durchzuspielen pflegt. Ein Nachfolger
wäre wieder nur ein Einzelwerk und keine richtige Fortsetzung, doch
es lohnt sich auf jeden Fall auch dieses Spiel einmal zu spielen. Leider ist Stupid Invaders recht unsauber für den Mac übersetzt worden, man beachte die vielen Probleme mit dem deutschen Untertitel oder die fehlenden Übersetzungen im allgemeinen, doch sollte noch ein Update herauskommen, um diese Probleme zu beheben so steht dem Spiel nichts mehr im Wege. |
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Redaktion: Philipp Stumpp |
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