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Mindest-Systemanforderungen
PROZESSOR
PowerMac 233 MHz
RAM
64MB
CD-ROM
8x CD-ROM
FESTPLATTE
350 MB
SYSTEM
OS 8.1 oder OS X
SONSTIGES
2MB VRAM oder mehr
 
Empfohlene Systemanforderung
PROZESSOR
G3 333MHz
RAM
96MB
CD-ROM
16x CD-ROM
FESTPLATTE
350 MB
SYSTEM
OS 8.1 oder OS X
SONSTIGES
4MB VRAM

 
Wem das richtige Leben nicht mehr aufregend genug ist, der sollte sich einmal in "The Sims" versuchen. Bei dieser Live-Simulation kommt es darauf an, eine Familie in ein eigens gebautes Haus einziehen zu lassen, um dann darin ihr Leben ganz nach ermessen des Spielers zu gestalten. Aber Vorsicht, jeder Sim hat seine eigenen Interessen und Vorlieben.
 
 
Gameplay

Die Grundidee dieses Spiels ist denkbar einfach. Der Spieler hat die Aufgabe, ein Haus zu entwerfen und seine Familie darin einziehen zu lassen.

Familie:

Aus wie vielen Mitgliedern diese Familie bestehen soll entscheidet man selbst, man muss diese Sims lediglich zusammenstellen. Zur Auswahl stehen verschiedene Kleidungen und Köpfe, männliche wie weibliche. Zudem hat man auch die Möglichkeit Kinder zu gestalten, um somit seine Familie zu bereichern.

Haus:

Jedem Spieler stehen zu Beginn etwa 30.000$ zur Verfügung. Damit sollte man ein Haus samt Möbel und Pflanzen erbauen. Dies lässt sich Dank einer einfach zu bedienenden Navigationsleiste im Live-Modus tun. D.h. man kann sein Haus immer wieder aus und umbauen, ganz nach belieben des Spielers. (Die im Haus lebenden Einwohner werden auch ganz sicher nicht durch Baggerlärm und rülpsende Bauarbeiter gestört.) Es ist zwar nicht realistisch, dass man über Nacht einen ganzen Swimming Pool anlegen kann, dennoch fällt dieses kleine Mango an Realismusferne nicht weiter ins Gewicht.

Hat man die Wände des Hauses gezogen, stehen einem eine Vielzahl von Tapeten und Bodenbelägen zur Verfügung, leider aber viel zu wenig Fenster und Türen. (Etwa 7 verschiedene Fenster und 5 verschiedene Türen). Hier hœtte man sich schon etwas mehr Vielfalt gewünscht, passen doch Panzerglasscheiben nicht zu einer Küche und Türen im viktorianischen Stil sind auch nicht ganz dem Geschmack aller entsprechend. Dies lässt sich dann auch zu den Einrichtungsgegenständen sagen. Auch hier gibt es viel zu wenig Auswahlmöglichkeiten. Viele Sachen kann man zwar erst mit einer recht dicken Geldbörse kaufen, andere sind zwar Preisgünstig, nicht aber sehr schmucke. Und so sehen die verschiedene Häuser der Sims alle ziemlich gleich aus.

 
sims1
...Ob Männlein oder Weiblein, der Spieler stellt sich seine Familie individuell zusammen...

 

Das Leben:

Kommen wir zum eigentlichen Geschehen. Jeder Sim bringt die vom Spieler ausgesuchten Eigenschaften mit in sein Leben. So hat auch jeder seine Vorlieben und Geschmäcker, was die Sauberkeit der Wohnung heftig beeinflusst. So mögen zwar alle Sims eine aufgeräumte Wohnung, nicht alle aber sind ordentlich veranlagt. So kann es ganz schnell passieren, das sich die Müllberge stapeln und sich die Fliegen über die Essensreste hermachen. Und das gefällt wohl keinem.

 

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...Zur Linken sehen sie einen Hippie, der sich gar nicht um sein Haus kümmert. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden...
 

Jeder Sim braucht Geld zum Leben. Zur Auswahl stehen 6 verschiedene Berufe. Jeder Beruf bringt Vor- und Nachteile und nicht jeder Sim ist für jeden Beruf geeignet. Jedoch ist es das Los aller Berufe: Wer Geld verdienen will, der muss früh aufstehen und sollte immer fröhlich sein. Denn nur ein fröhlicher Sim kann befördert werden. Jede Beförderung verlangt eine gewisse Qualifikationsstufe. D.h. das sich ein Sim in diversen Gebieten verbessern und spezialisieren kann. So kann man vor einem Spiegel eine Reede üben, um seine Ausstrahlung zu verbessern, oder sich ein Klavier anschaffen, um seine Kreativität zu fördern. Meiner Meinung nach liegt genau hier der Sinn des Spiels und das Ziel, das man versuchen sollte anzustreben. Nämlich durch eine gesunde Lebenshaltung und durch antrainieren verschiedener Fähigkeiten in die oberste berufliche Etage zu gelangen, um sein Haus so groß wie möglich zu bauen und so wertvoll wie nie zu machen.

Der Spielspaß lässt aber schon nach ein paar Stunden gewaltig nach, da sich nach gewisser Zeit eine Art Routine einstellt. So muss man ständig darauf achten, dass alle Wert des Lebens im grünen Bereich sind. Man ist ständig damit beschäftigt, den Sim auf die Toilette gehen zu lassen oder etwas kochen zu lassen. Dazwischen findet man kaum noch Zeit für die sozialen Kontakte. Hat man sich einmal ein paar Nachbarn zu einer Grillparty eingeladen, so sind die Sims durch ihren harten Beruf viel zu schnell viel zu müde, um sich um seine Gäste zu kümmern und gehen dann recht schnell zu Bett. Schnell verschläft man die Fahrgemeinschaft, die einen zum Arbeitsplatz bringt und fehlt man sogar zwei Tage hintereinander, fliegt man aus der Firma, egal wie weit man es darin gebracht hat. Ein eingebautes Wochenende oder ein paar Tage Urlaub hätten dem Spiel gut getan, so muss man sich aber gezielt vor der Arbeit drücken, da einem leider viel zu wenig Zeit bleibt, um die Kontakte zu der Nachbarschaft zu pflegen.

 
Grafik
Das Spiel trumpft mit einer bestechend realistisch gezeichneten, 3-Dimensionalem 2D auf. Dem Spieler stehen drei Stufen zum hin- und wegzoomen zur Verfügung. Auf der letzten Stufe sind die Grafiken aber so detailliert gemacht, dass man die Kabel aus dem Fernseher hängen sieht, die Zutaten auf dem Teller und sogar jedes einzelne Blatt eines Baumes. Dazu kommt, dass man die Kameraperspektive in 4 Stufen drehen kann. Es zeigt sich, dass wirklich jeder Gegenstand von allen Seiten betrachtet werden kann, wodurch der perspektivische Realismus gewahrt bleibt. Zudem hat man die Möglichkeit, die Detailgenauigkeit der Landschaft und der Sims zu verringern, so dass sich ein noch flüssigerer Spielfluss schalten lässt. Bei der Detailstufe der Sims kann man das ruhig machen, da man keine Qualitätsunterschiede feststellen wird, die Landschaft sollte jedoch auf der höchsten Stufe bleiben, da es sich auf einfarbigen Flächen nicht so lebhaft spielen lässt. (Womit der Spielspaß erheblich sinkt, bleibt dem menschlichen Auge dieser Augenschmaus verwehrt!)  
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...Ein Swimming Pool schafft viele Freunde. Dieses Haus ist allerdings mehr etwas für reichere Sims...
 

Sound:

"TheSims" ist auf eine lange Spielzeit ausgelegt. Darum kommt es darauf an, eine Musik zu erschaffen, die man auch über einen längeren Zeitraum hinweg hören kann. Hier bietet das Spiel eine hervorragende Lösung an. Die musikalischen Stücke kann der Spieler nur während der Umbaufasen am Haus oder an der Einrichtung hören. Diese Stücke sind aber so liebevoll komponiert und passen durch ihren leichten, jazzigen Stil perfekt in die Atmosphäre einer Simulation, ganz wie wir es schon von den anderen großen Klassikern der Maxis Reihe gewohnt sind, wie z.B. von Sim City.

Während dem Spiel bekommt man erstklassige Soundeffekte zu hören, wie z.B. das Summen des Kühlschranks oder dem schnarchen eines schlafenden Sims. Fast wie im richtigen Leben bringt jeder Gegenstand seine eigenen Soundeffekte mit und jeder ist so realistisch wie nie. Auch auf die Entfernungen der verschiedenen Geräusche wird Rücksicht genommen. So kann man einen Sim mit dem Besteck klappern hören, während sich der andere gerade hörbar im Pool vergnügt. Eine gelungene Idee ist die des Klaviers. Jeder Sim hat die Möglichkeit, sich an einem Klavier auszutoben und seine Fähigkeiten in Kreativität zu verbessern. Und das ist hörbar. So hat es ein Sim am Anfang seiner Klavierkarriere recht schwer, ein paar Tasten zu treffen, wird aber im Laufe seines Lebens immer besser, was man an den gespielten Klavierstücken hören kann. Wer dennoch Lust bekommt ein wenig Musik zu hören, der sollte sich ein Stereoanlage anschaffen. Schließlich haben wir es hier mit einer Live-Simulation zu tun und nicht mit einem Computerspiel. Bei uns kommt die Musik auch nicht vom Himmel herab.

Hier haben sich die Schaffer des Spiels ein paar besondere Dinge ausgedacht. Jeder Spieler hat die Möglichkeit, sich an seiner eigenen Lieblingsmusik zu laben und auch seine Sims daran teilhaben zu lassen. Wie das geht? Ganz einfach. Jeder gute Haushalt sollte zu mindest eine Stereoanlage besitzen. An dieser kann sich der Hausbewohner an einem von 4 verschiedene Kanälen austoben. Zur Auswahl stehen Country, Rock, Latin und klassische Musik. Diese liegen in Form von MP3s in einem Ordner des Spiels auf der Festplatte. Diese müssen lediglich herausgenommen herausnehmen und durch eigene ersetzt werden. Im Spiel kann man diese dann über eine Stereoanlage hören. Klasse Idee finden wir.

 
Systemanforderungen
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...Klein aber fein! Die Sims mögen elegante Möbel...
 

Endlich mal ein Spiel, das grafisch hochwertig ist und nicht gerade eine Supermaschine braucht. Was soviel bedeutet, dass ich mit meinem PowerMac 6500 mit 300MHz gut zurande kam. Die eingebaute Vodoo3 3000 wurde so gut wie gar nicht ausgenutzt, lediglich absturzsicherer war das Spiel damit, da 4MB VRAM vorhanden sein sollten. Aber auch mit nur 2MB VRAM kann das Spiel leben.

Die Hersteller gehen zwar von etwa 350MB Festplatte aus, auf meinem Rechner braucht das Spiel lediglich 284MB. Eine leicht zu verkraftende Summe, brauchen andere Brummer schon fast 1GB. Mit dabei sind auch ein schöner Introfilm und etwa 20 MP3s, was wieder einmal zeigt, das es auch kleiner geht, woran sich andere Spiele ein Beispiel nehmen sollten.

Da heutzutage die Nutzer eines NICHT-G3'ers zu einer Rarität geworden sind (denen ich mich mit einem breiten Grinsen anschließen möchte), müsste das Spiel auf allen Rechnern mit eingebautem Grafikchip wie z.B. Rage gut laufen. iMacs stellen eine ideale Plattform für das Spiel dar, da man auch mit einer kleiner Auflösung gut zurande kommt.

OS-X

Glücklicherweise erschien kurz nach dem Start der neuen Systemgeneration auch gleich ein Update, welches selbstverständlich bei uns in der Updates-Abteilung zu holen ist. Unter der Classic-Umgebung sollte man auch gut spielen können, jedoch empfehle ich da immer, gleich unter 9 zu starten. Wer im Besitz eines G4 ist, sollte mit dem grafischen Anspruch gar keine Probleme mehr bekommen.

 

Netzwerk

Das Spiel bietet die Möglichkeit, sein Haus in Form eines HTML Dokuments ins Internet zu stellen, um es für andere Nutzer zugänglich zu machen. Eine nette Idee, ist in meinen Augen aber ziemlich sinnlos, da das eigens gebaute Heim doch immer noch am interessantesten ist und andere leicht zu kopieren sind. Der Andrang dürfte ziemlich gering sein. Mittlerweile finden sich zahlreiche Bodenbeläge und Tapeten zum herunterladen auf den jeweiligen Webseiten des Spiels. Zudem gibt es bereits 10 weitere Gegenstände zum einrichten des Hauses, wie z.B. ein Elchkopf oder ein einarmiger Bandit. Leider kommt man nur mit einer Seriennummer des Originals an diese Features heran, was darauf schließen lässt, dass absichtlich wenig Mobiliar einprogrammiert wurde, um den Geschäftsinn gerecht zu werden. Netzwerkfähig ist das Spiel nicht, wäre auch ziemlich sinnlos, da sich das Spiel nicht zum zocken im Netzwerk eignet.

 
Fehler

Kaum noch ein Spiel ist völlig Fehlerfrei. Dies ist auch bei "TheSims" nicht anders. Zwar schien es ohne Systemabsturz zu laufen, dennoch gibt es ein paar Dinge, die angesprochen werden müssten.

1) Jeder Hausbesitzer sollte darauf achten, dass die Möbel, besonders die Stühle so angeordnet sind, dass sie bequem erreicht werden können. Ein paar Sims pflegten nämlich die Gewohnheit zu haben, sich in die Nähe einer Wand zu setzten, um dann auf der falschen Seite wieder aufzustehen, was dazu führte, dass sie sich selbst einkeilten und nicht mehr aus der Ecke herauskamen. Dies liegt zum großen Teil daran, dass sie nicht schräg gehen können, sondern immer nur in eine der vier Himmelsrichtungen. So können sie auch nicht Pflanzen bewässern, die hinter einer Lampe stehen, was im richtigen Leben ohne Probleme zu lösen wäre.

2) Musik ist zwar schön, kann aber ziemlich nervig sein, z.B. wenn sie sich überschneidet. Es kommt zwar selten vor, aber es kann geschehen, dass sich ein Musikstück aus dem Menumodus zu einer Simulation dazugesellt. Wenn dann noch Radio oder Stereoanlage laufen, kann diese Überlagerung ziemlich nervig sein.

 
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...Eine Gartenparty ist genau das Richtige, um seine Beziehungen aufzubessern...
 

Fazit

"TheSims" ist eine gelungene Abwechslung zum Alltag. Das richtige Leben gestaltet sich aber dennoch interessanter. Ein paar mehr Einrichtungsgegenstände und ein eingebauter Urlaub hätten dem Spiel (und auch den Sims) gut getan. Dafür ist die Musik gelungen und auch die Grafiken sind 1 A. Wer in der englischen Sprache nicht so gut bewandert ist, der sollte sich die deutsche Version anschaffen, da sie rundum gut übersetzt ist. Leider hält der Spielspaß nicht lange an und so bleibt "TheSims" ein gelungenes Wochenendvergnügen für die einsamen Stunden daheim.

 
Pro Contra
Realistische Soundeffekte
Gelungene Musik
Detailierte Grafiken
Deutsche Übersetzung gelungen
Kein schneller CPU nötig
Wenig Einrichtungsgegenstände
Kurzer Spielspaß
Keine arbeitsfreien Tage
Wenig Gestaltungsmöglichkeiten
 
Grafik
Sound
Idee
Spielspaß
Performance
Gesamtwertung

Redaktion:

Philipp Stumpp