Feral Interactive
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ASH
 
Mac-Entwicklung:
 
Feral Interactive
Entwicklung:  
EA
Genre:  
Simulation
Preis:  
99 DM
Spieler:  
1-Spieler
Kopierschutz:  
CD im Laufwerk
Demo:  
Ja
 
Systemanforderungen:
Prozessor:  
G3/G4 333 MHz
System:  
OS 8.5
Speicher:  
128MB
Festplatte:  
150 MB
Laufwerk:  
4x-CD-Rom
Grafikkarte:  
16 MB Video-RAM

 
Hereinspaziert, hereinspaziert, der Rummelplatz tobt. Sensationen, Attraktionen und mittendrin stehen wir, die braven, kleinen Macuser. Dank Feral Interactive wird der Mac zum lebenden Freizeitpark den man nicht nur selber gestalten, sondern auch erleben kann. Plane, baue und erkunde deinen Park mit eigenen Füßen. Und wem das zu langweilig ist, der sollte seine eigene Achterbahn gleich ausprobieren und die Welt Dank dem Internet daran teilhaben lassen. Freut euch auf 'Theme Park WORLD', dem noch knalligeren Nachfolger von 'ThemePark'.
Hintergrund
Alles begann vor etwa 6 Jahren, als Theme Park das Licht der Welt erblickte. Schon damals erkannte die Macgemeinde: "Jo des muss da her!" und wenig später erfreute man sich an zahlreichen kleinen Pommesbuden und Spielcasinos, wilden Achterbahnen und schrägen kleinen Wesen in knallgrünen Monstergewändern, welche für das Vergnügen von hunderten Besuchern seines eigenen Freizeitparks verantwortlich waren. 5 Jahre später sagten dann nicht nur tausende von Anhängern: "Des isch jetz' aber scho so geil, des muss no besser wer'n", sondern auch eine Entwicklungsfirma namens "Bullfrog Entertainment" und brachten kurzerhand "Theme Park World" auf den Markt, was in anderen Breitengraden auch "Sim Theme Park" genannt wird. Und nur ein Jahr später dann vernahm eine kleine Firma namens "Feral Interactive" die Klagerufe der Macuser nach Ausgleich und Gerechtigkeit und setzten sich daran, dieses brillant Spiel für den Macintosh umzusetzen. Und nun wird Freizeitparkgeschichte geschrieben. Ich kann nur sagen: "Ha des isch Obache!"
 
Gameplay

Spaß, Spaß, Sapß. Anders läßt sich nicht ausdrücken, was einem hier erwartet. Denoch gab' es anfänglich Ärger. Die offizielle Demo des Spiels ließ sich Dank eines eingeschlichenen Bugs nicht spielen und einige Macuser klagten über die Stabilität des Games. Auch in unserer Redaktion gab' es hier und da einen CD-Fehler nach Beendigung des Programs, doch dies liegt wohl auch daran, daß der benutzte Rechner schon so alle grausamen Abstürze erlebt hat, die ein Mensch nur erleben kann. Schließlich findet er Nutzen bei einem Programierer.

Hauptaufgabe des Spielers besteht darin, einen Freizeitpark zu planen, zu bauen und richtig zu managen. Der große Unterschied zum ersten Teil besteht aber darin, daß man erstmals mittels Kameramodus durch seinen Park durchlaufen und selbst alle Attraktionen fahren kann. Bei einigen lohnt sich dieses Unterfangen wenig, wie z.B. die Fahrt im Kreisel, aber eine kostenlose Fahrt in der selbst gebauten Achterbahn läßt man sich dann doch nicht entgehen. Hat man dann auch die erwünschte Besucherzahl erreicht, wird man mit einer goldenen Eintrittskarte belohnt, mit der sich Bonusbuden bauen und bei einer größeren Anzahl auch Goldene Schlüssel ergattern lassen. Erst mit diesen Schlüsseln lassen sich Parks der vier anderen Themenbereiche bauen.

 
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Ja wer tummelt sich denn da in meinem Park? Im Fruit-Land ist die Hölle los.

Ein weiteres Feature ist der Versand von Postkarten mit Bildern des Parks aus einem selbstgewählten Standpunkt per email. Hierzu lassen sich alle Daten der Freunde in ein Spieleigenes Gästebuch eintragen und dann per email eine vorgefertigte Postkarte mit Parkbild per email verschicken.

Das Menu läßt sich mit Hilfe der Escape-Taste aufrufen. Leider ist bei einer Umstellung der Grafik- oder Soundeinstellungen ein Neustart des Spieles erforderlich. Es lassen sich auch keine Tastenkürzel festlegen, obwohl es welche gibt. Diese sind jedoch nur schwerlich aus der Anleitung herauszulesen und leider auch PC-Bezogen. (Zitat: "Rechtsclick" oder " ','und '.' zum drehen der Buden")

Das Spieleigene Menu zum bauen, planen und einsetzen des Personals ist lustig un farbenfroh gestaltet. Darum findet man sich hier sehr leicht zurecht und braucht kein größeres Handbuch. Lustig und garantiert Idiotensicher sind auch die verschiedenen Cursorbilder für die ganzen Aktionen rund um das Parkmanaging.

 
Grafik

Grafisch wird dem Spieler einiges geboten. Jeder Park wird im Stil eines der vier Hauptthemen gebaut. Darum sieht jede Bude in den verschiedenen Themenbereichen anders aus, und das alles in 3D. Wenn man dann mit Hilfe des Kamermodus im Park herumläuft, mal die eigene Achterbahn fährt und alles im realen 3D begutachtet, wird einem schnell klar, daß die Mindestvoraussetzung eines G3'er mit 233MHZ nicht übertrieben ist. Mindestens aber sollte man eine gute Grafikkarte zu einem guten G4'er haben, will man die Grafik und den Sound voll ausschöpfen. Doch auch im schlechtesten Grafikmodus sieht man kaum einen Unterschied.

Je größer der Park aber wird, desto komplexer und Speicherintensiver wird das Spiel. Schnell kommt man da ins ruckeln. Dennoch bieten die vielen skuril gestalteten Buden eine gelungene Abwechslung zum Spielgeschehen.

 
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Und wieder eine Goldene Eintrittskarte, mit der sich eine begehrte Überraschungsattraktion bauen lässt.
 
Musik&Sound

Soundtechnisch hat man bei diesem Spiel an alles gedacht. Die Musik ist schön anzuhören und passt zu jedem Themenbereich. Zudem läßt sich der Soundtrack von Ferals Hompegage herunterladen.

Der Sound umfaßt hauptsächlich den Guidebot. Dieser hilft dem Spieler bei allen vorkommenden Problemen mit gesprochener Sprache. Für die deutsch Version ist Ingo Abel verantworlich, der seine Aufgabe auch wunderbar meistert. Wenn man nun bedenkt, daß das Spiel in mehreren Sprachen herausgegeben wurde, ein nicht alltägliches Spielefeature.

 
Systemanforderungen:

Das erste ist der lange Installationsvorgang, der einem auffällt. Viele kleine Datenpackete werden dem User da auf die Platte gepresst und nehmen am Ende doch 'nur' 150MB weg. Dies kommt durch die Umsetzung vom PC zum Mac. Leider wurden keine Anstrengungen unternommen, die kleinen Packete zusammenzufassen, um somit die Installation zu beschleunigen, aber der wahre Freak hat bekanntlich Zeit. Viel schlimmer ist der höhe RAM-Bedarf. Wer keinen festen RAM von mindestens 128MB hat, darf erstmal den virtuellen Speicher hochschrauben.

Zur Installation gehört auch QuickTime 4 und OpenGL 1.1.2, was beides bei der Demo nicht mit dabei ist. Ein hoher Maßstab, der schon bald zum Standart für folgende Spielegenerationen werden wird.

Der traurigste Punkt ist wie immer die Rechenleistung. Das Spiel wurde in unserer Redaktion erfolgreich auf einem alten G3 Blue/White 233MHZ und einem iMac Rev2 233MHZ getestet.

 
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Abwääääääärts. Je grausamer die Achterbahn, je spanender die Fahrt. Herausfliegen tun nur wenige.

Anfänglich lief alles noch glatt, kamen unsere Rechner doch schon nach kurzer Zeit ins ruckeln. Als dann die große Themenparkmanie ausbrach und sich eine Bude an die andere Reihte, war der Kameramodus das letzte, was mein Rechner hinter seinem staubigen Monitor ausstrahlte, bevor er einschlief und zusammenbrach. Wäre ein G4 vorhanden gewesen, bräche der Spielspaß wohl nie ab.

Ein weiteres MUß für den neuen Parkbesitzer ist eine eingebaute Grafikkarte. Eine Vodoo3 ist da sicherlich schön, die eingebaute ATI Rage 128Pro reichte aber anfänglich aus. 16MB VRAM ist jedoch empfohlen.

 
Netzwerk&Internet

Das große Extra von Theme Park World ist sein Parkaustausch im Internet. Genauer gesagt kann man sich in eine Online-Welt einloggen. Man sucht sich dann auf einer Art Globus eine Stadt aus in welcher man seinen Park eröffnen will. In jeder Stadt sind allerdings nur 10 Parks erlaubt. Nun kann man auch andere Parks betreten und darin herumlatschen. Kommt jemand in den eigenen Park, so erhält der stolze Parkbesitzer eine Platin-Ticket. Hinzu kommt eine Top-Ten der 10 beliebtesten Parks.

Hat man einen Park einmal betreten, so kann man mit anderen Onlinegästen chatten, und das direkt im Park. Man läuft herum, trifft Bekanntschaften und fährt zusammen wilde Achterbahnen. Eine Superidee finde ich, aber das vorgeschlagene 28.8 Modem gibt hier leider sehr schnell den Geist auf.

Netzwerkfähig ist das Spiel wie alle anderen Wirtschaftssimulationen nicht, hätte auch keinen Sinn. Als letzten Punkt möchte ich noch eine Anmerkung zum Handbuch machen. Es ist zwar vollständig in Deutsch, leider aber von der PC Version übernommen und damit in einigen Teilen sehr Macintoshfremd. Doch auch hier ein dickes Plus für die Unterstützung der deutschen Sprache.

 
Der "Temple Of Gloom" ist der Traum aller Achterbahnen im Lost Kingdom. Du baust sie, du fährst sie!!!
 
Grafik
Sound
Idee
Spielspaß
Performance
Gesamtwertung

Redaktion:

Philipp Stumpp

zurueck


Thanks to David Stephen and Feral Interactive Limited for supporting www.powermacintosh.de with quality games like this one.